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Arm
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Arm

Früher dachte ich, ich sei arm,
dann wurde mir gesagt, ich sei nicht arm, sondern bedürftig.
Dann wurde mir gesagt, es sei selbstzerstörerisch, wenn man sich für bedürftig halte, ich sei depriviert.
Dann wurde mir gesagt, depriviert habe ein schlechtes Image, ich sei unterprivilegiert.
Dann wurde mir gesagt, unterprivilegiert sei überstrapaziert, ich sei benachteiligt.
Dann hieß es, benachteiligt drücke sich um die Verantwortung, ich sei sozial schwach.
Danach erfahre ich, sozial schwach ist mega-out, ich sei prekär.
In einer Stadt hörte ich, ich habe zu wenige Teilhabechancen.
Ich muss sagen, ich habe immer noch keinen Cent in der Tasche,
aber mein Wortschatz ist enorm gewachsen.

Gefunden in:
Harry A.Passow, Miriam Goldberg und Abraham J. Tannenbaum: Education of the
Disadvantaged. New York 1967