Meine Lieben,
ich denke , es ist an der Zeit , ein kleines Resumée zu ziehen und euch die aktuellen Neuigkeiten mitzuteilen.
Es ist August, und wir sind mitten in den Ferien, und etliche unserer Besatzung sind in Europa unterwegs. Eine kleine Truppe von Mitarbeitenden versucht die Stellung zu halten... und die Betriebsergebnisse sind trotz Hitzewellen und Ferien recht zufriedenstellend.
Vielleicht liegt es auch daran, dass einige Sozialträger in Köln ihre Lager und Verkäufe geschlossen haben und immer mehr Menschen ihre Secondhand- Artikel bei Emmaus abgeben wollen. Das führt manchmal zu Stress, da unsere Lager-kapazitäten auch begrenzt sind. Aber es gibt auch viele neue Kundinnen , die offenbar unser Angebot zu schätzen wissen.
Meine Lieben: der eigentliche Grund dieses Rundbriefs ist allerdings ein sehr trauriger:
Zwei unserer teuren Mitarbeitenden sind verstorben:

Katharina Clasen , gestorben Anfang Juli und im Friedwald Bergisch Gladbach beigesetzt. Etliche unserer Emmaus- Leute waren am 15. Juli mit dabei. Katharina als „Kölsche Kraat“ war wirklich jahrelang eine feste Größe im Hausrat und kam auch immer gerne zu unseren Emmaus – Festivitäten und Aktivitäten

Wladimir Morozow: unser Mitarbeiter und Mitbewohner in unserer Gruppe seit ca 7 Jahren. Er kam zu uns als geflüchteter Russe über Emmaus Frankreich und wollte sich nie offiziell anmelden und sozialversichern lassen. Er war also wie versteckt in unserem Haus. Er hatte seit Anfang des Jahres Gliederschmerzen und im Juni hatten wir den ersten Arzttermin bei einem Orthopäden. Letztlich stellte sich allerdings heraus, dass er voll mit Metastasen war und er unheilbare Tumore hatte. Er ist im Krankenhaus Hohenlind, in der Praxis Dr. Schmitt, in der Palliativstation der Uni - Klinik, bei Emmaus und letztlich über die Stiftung PACE E BENE im Hospiz der Augustiner in Rondorf intensiv behandelt und begleitet worden und am 5. August dort auch verstorben, hatte also eine intensive Leidenszeit von ca zwei Monaten.
Er wollte keinerlei therapeutische Behandlungen mehr , außer einer sehr guten Schmerzbehandlung von guten Medizinern und Pflegekräften .
Wir vermissen beide sehr als langjährige und treue Mitarbeitende , die beide auch auf ihre Weise verstanden haben, welche Chancen und Begegnungen bei Emmaus möglich sind und für ein menschliches Miteinander auch unerlässlich sind.
Wir von Emmaus müssen uns gerade im Falle Wladimir bei so vielen Menschen bedanken, die seinen Sterbeprozess sehr menschlich und professionell begleitet haben und uns eine große Hilfe waren und sind.
Willi Does/ 11.8.2026
ich denke , es ist an der Zeit , ein kleines Resumée zu ziehen und euch die aktuellen Neuigkeiten mitzuteilen.
Es ist August, und wir sind mitten in den Ferien, und etliche unserer Besatzung sind in Europa unterwegs. Eine kleine Truppe von Mitarbeitenden versucht die Stellung zu halten... und die Betriebsergebnisse sind trotz Hitzewellen und Ferien recht zufriedenstellend.
Vielleicht liegt es auch daran, dass einige Sozialträger in Köln ihre Lager und Verkäufe geschlossen haben und immer mehr Menschen ihre Secondhand- Artikel bei Emmaus abgeben wollen. Das führt manchmal zu Stress, da unsere Lager-kapazitäten auch begrenzt sind. Aber es gibt auch viele neue Kundinnen , die offenbar unser Angebot zu schätzen wissen.
Meine Lieben: der eigentliche Grund dieses Rundbriefs ist allerdings ein sehr trauriger:
Zwei unserer teuren Mitarbeitenden sind verstorben:

Katharina Clasen , gestorben Anfang Juli und im Friedwald Bergisch Gladbach beigesetzt. Etliche unserer Emmaus- Leute waren am 15. Juli mit dabei. Katharina als „Kölsche Kraat“ war wirklich jahrelang eine feste Größe im Hausrat und kam auch immer gerne zu unseren Emmaus – Festivitäten und Aktivitäten

Wladimir Morozow: unser Mitarbeiter und Mitbewohner in unserer Gruppe seit ca 7 Jahren. Er kam zu uns als geflüchteter Russe über Emmaus Frankreich und wollte sich nie offiziell anmelden und sozialversichern lassen. Er war also wie versteckt in unserem Haus. Er hatte seit Anfang des Jahres Gliederschmerzen und im Juni hatten wir den ersten Arzttermin bei einem Orthopäden. Letztlich stellte sich allerdings heraus, dass er voll mit Metastasen war und er unheilbare Tumore hatte. Er ist im Krankenhaus Hohenlind, in der Praxis Dr. Schmitt, in der Palliativstation der Uni - Klinik, bei Emmaus und letztlich über die Stiftung PACE E BENE im Hospiz der Augustiner in Rondorf intensiv behandelt und begleitet worden und am 5. August dort auch verstorben, hatte also eine intensive Leidenszeit von ca zwei Monaten.
Er wollte keinerlei therapeutische Behandlungen mehr , außer einer sehr guten Schmerzbehandlung von guten Medizinern und Pflegekräften .
Wir vermissen beide sehr als langjährige und treue Mitarbeitende , die beide auch auf ihre Weise verstanden haben, welche Chancen und Begegnungen bei Emmaus möglich sind und für ein menschliches Miteinander auch unerlässlich sind.
Wir von Emmaus müssen uns gerade im Falle Wladimir bei so vielen Menschen bedanken, die seinen Sterbeprozess sehr menschlich und professionell begleitet haben und uns eine große Hilfe waren und sind.
Willi Does/ 11.8.2026

Zur Situation von BfO ( Basislager) //
https://bfoev.de/Im Jahr 1990 begann die Emmaus Gemeinschaft in Köln ihre Aktivitäten in der Obdachlosenszene in Köln , in dem sie Essen und warme Kleidung an Bedürftige am #Appellhofplatz in Dom- Nähe verteilte. Einige politische Aktionen von Emmaus und eine entsprechende engagierte Berichterstattung in der lokalen Presse führten dazu, dass sich Bürger für Obdachlose engagieren wollten. So entstand in unseren Räumen der Verein „Bürger für Obdachlose“ mit damals mehr als 40 Vereinsmitgliedern. Die Betreuung und Begleitung von Wohnungslosen in angemieteten Häusern und später auch ein Secondhand- Verkaufslager: das waren die Aushängeschilder des sehr aktiven Vereins.
Gemeinsam mit #BfO / Basislager und #Emmaus haben wir über die Jahre an diesen beiden Identitäten festgehalten: #Wiederverwertung und #Recycling von #Gebrauchtartikeln als eine Antwort auf unsere immer absurdere #Wegwerfmentalität und die Zuwendung und Begleitung von den Schwächsten in unserer Gesellschaft ( #Wohnungslose, #Drogenkranke, #Haftentlassene) oder wie bei Emmaus sagen: „Menschen mit Lebensunfällen“.
Es ist seit Jahren sehr schwierig geworden, diese beiden Identitäten unserer Arbeit und unseres Selbstverständnisses zu betreiben und zu leben. Wer als Verein keinen großen karitativen Träger im Rücken hat, läuft aktuell sehr schnell Gefahr aufgeben zu müssen oder von den Bedingungen unserer kapitalistischen Wirtschaftssweise in die Knie zu gehen.
Auch die administrativen Auflagen bzgl. Versicherungen, Berufsgenossenschaften und Finanz/ Steuer/ Bankgeschäften zeigen oft den ehrenamtlichen Vorstandskollegen die Grenzen auf, und führen wie im falle Basislager BfO zur Aufgabe der #Vorstandsarbeit.
Unsere Stadt- Gesellschaft muss sich letztlich fragen , ob sie bereit ist, solche Vereine wie BfO zu erhalten, letztlich um Menschen am Rande eine echte Chance zur Selbstverwirklichung zu geben durch gemeinsame und sinnvolle Arbeit.
Willi Does / Vorsitzender Emmaus Gemeinschaft in Köln eV