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04.06.2025


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Begleite uns auf einen kleinen Rundgang durch Emmaus!
Entdecke, welche Schätze dich erwarten – und lass dich für unser kommendes Event inspirieren.
Von Möbeln über Bücher, Werkzeuge, Geschirr, Fahrräder und vieles mehr – hier ist für alle etwas dabei. 💛
Lasst uns gemeinsam umdenken und Secondhand feiern!

Come with us on a little journey through Emmaus!
Discover what treasures you might find and get inspired for the upcoming event.
From furniture to books, tools, dishes, bikes and more — there’s something for everyone. 💛
Let’s rethink what we throw away and celebrate second-hand!

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Meist ist es das Streben nach Anerkennung und Selbstverwirklichung, dass das Bedürfnis vieler Menschen im Hinblick auf den Modekonsum stillt. Hersteller und Herstellerinnen verlocken ihre Kunden und Kundinnen bewusst durch einen unschlagbaren niedrigen Preis dazu, immer mehr Kleidung zu kaufen, als sie wirklich benötigen. Mit Sicherheit hat sich jeder und jede schon einmal gedacht, eindeutig zu viel Kleidung im Kleiderschrank zu haben. Sich für ein vergleichsweise billigeres Angebot entscheiden zu können, anstatt ein teures Kleidungsstück zu kaufen, gibt uns die Möglichkeit, noch mehr Kleidung besitzen zu können. Kein Wunder also, dass dabei Freude aufkommt und der gesteigerte Konsum weiter gefördert wird.

Wie viel Kleidung wird jährlich produziert?

In der heutigen Zeit arbeiten in der Modeindustrie weltweit rund 60 Millionen Menschen, pro Jahr werden somit ca. 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert. 90 Prozent davon stammen aus Ländern wie China, Türkei oder Bangladesch. Laut Statista kauft heute bereits jede und jeder Deutsche sechzig neue Kleidungsstücke pro Jahr, also mehr als einen Artikel pro Woche. Und damit nicht genug: die Tendenz der Massenproduktion von Kleidung sowie der Konsum steigen weiterhin.

Massenproduktion Kleidung: So sehen die ökologischen Folgen aus

Der Trend von heute ist der Müll von morgen – Als Folge des Fashion-Booms landen mehr als eine Million Tonnen Altkleider jährlich auf der Müllhalde oder in Altkleidercontainern. Neben der unglaublichen Müllverschmutzung, die die Massenproduktion von Kleidung hervorruft, gibt es weitere gravierende ökologische Folgen. Wie ist die Massenproduktion von Kleidung eigentlich entstanden? Die Modebranche arbeitet unter ständigem Zeitdruck: Kollektionen kommen in immer kürzeren Abständen und größeren Volumen bei zugleich meist mangelnder Qualität auf den Markt, sodass diese schneller ausgetauscht werden müssen. Dies war früher anders: Für die breite Bevölkerungsschicht gab es keine modische Kleidung, diese konnte sich größtenteils nämlich nur die Oberschicht leisten. Der internationale Import und Export machte es Mitte des 19. Jahrhunderts möglich, Kleidung in Massen zu produzieren und zu verkaufen. Hinzu kam, dass die Nachfrage nach moderner Kleidung immer mehr anwuchs und die Jugend immer mehr neue Kleidungsstücke kaufen wollte, welche sich von der älteren Generation deutlich abhebt. Bezahlbar musste sie dennoch sein, weshalb sich Modelabels damals an verschiedenen Strategien bedienten, um dies zu ermöglichen. Über die Zeit stieg die Nachfrage an und es wurden immer mehr Kleidungsstücke gekauft, was letztendlich zu der heutigen Situation geführt hat. Günstige Mode hat ihren Preis – Nicht nur in Sachen Menschenrechte, sondern auch aus Sicht des Klimaschutzes.

Skandal in der Textilindustrie

Fast dreiviertel aller Textilien, die in die EU importiert werden, kommen aus Fernost. In den vergangenen Jahren kamen immer mehr Skandale und Berichte in Bezug auf die Massenproduktion von Kleidung in Entwicklungsländern ans Licht. Der Einsturz des neunstöckigen Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch, in dem fünf Textilfabriken untergebracht waren, gilt bis heute als schlimmster Industrieunfall des Landes. Bei diesem Unfall am 24. April 2013 kamen in einem Vorort der Hauptstadt Dhaka 1136 Arbeiter und Arbeiterinnen ums Leben, 2438 wurden verletzt, verstümmelt und traumatisiert. Laut des bangladeschischen Innenministers waren drei der bis zu diesem Zeitpunkt acht Etagen illegal eingerichtet worden, eine neunte befand sich im Bau. Obwohl die Arbeiter und Arbeiterinnen Wochen zuvor bereits starke Risse in den Wänden meldeten, wurden sie angewiesen, ihre Arbeit weiterzuführen. Als das Gebäude schlussendlich am 24. April 2013 einstürzte, war jede Hilfe zu spät. Tragödien wie diese verdeutlichen die Folgen der Massenproduktion von Kleidung erneut deutlich. Und eins steht auf jeden Fall fest – Dieses schlimme Ereignis ist und bleibt leider kein Einzelfall.

Gegen Massenproduktion von Kleidung

Im Grunde genommen ist die einzige Lösung gegen die Massenproduktion von Kleidung: Weniger ist mehr. Im ersten Schritt sollte man sich also über unseren Kaufkonsum bewusst werden und somit realisieren, wie viele Kleidungsstücke wir wirklich brauchen.
  • Gemeinsam einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen und den unnötigen Kauf von Kleidung reduzieren.
  • Wenn etwas Neues, dann zu Fair Fashion greifen oder Secondhand-Kleidung z.B. bei Emmaus.

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Rund eine Million Tonnen alte Kleidung und Schuhe bringen die Deutschen jährlich zu einem Altkleider-Container. Vieles davon landet als Secondhand-Kleidung im Ausland, manches verwerten Unternehmen zu Putzlappen oder Dämmmaterial. Diesem System des Alttextilrecyclings droht aktuell der Kollaps. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) hat vor einer „historischen Krise der Alttextilbranche“ gewarnt. Ohne Maßnahmen drohe ein Zusammenbruch der Sammlung und Verwertung von alten Textilien und Schuhen. Gründe seien explodierende Kosten, etwa durch neue Mautgebühren. Die steigende Menge an Fast-Fashion aus minderwertiger Qualität und der weggebrochene Absatzmarkt in Osteuropa aufgrund des Ukraine-Kriegs „verschärfen die Situation“. Eine neue Vorgabe der EU könnte dafür sorgen, dass die angespannte Lage eskaliert. Jeden Tag werden in Deutschland Altkleidercontainer zerstört, als Sperrmüllablagestelle oder als Restmülltonne missbraucht. In vielen Regionen kommen die Organisationen nicht mehr damit hinterher, ihre Altkleidercontainer zu leeren. Die Überfüllung führe dazu, dass Altkleider einfach vor den Containern abgelegt und diese dort beschmutzt oder durchnässt werden. Es ist ein Teufelskreis. Und in der Alttextilbranche kann keine verschmutzte Kleidung verwendet werden.Jedes Kleidungsstück wird händisch betrachtet – alles, was nass, feucht oder verschmutzt ist, ist nicht für die Weiterverwendung geeignet. Es kann nicht mal mehr zu einem Putzlappen oder zu Dämmmaterial recycelt werden. Seit Oktober 2024 ist bei Emmaus in Köln das jahrelang bewährte System von nachhaltiger Bearbeitung und Wiederverwertung von Altkleidern zusammengebrochen. Langjährige Partner, die überschüssige Kleidung bei Emmaus abgeholt haben, haben diese Abholungen eingestellt oder sind vom Markt verschwunden, sodass Emmaus fast gezwungen ist, Altkleider im Restmüll zu entsorgen, d.h. im Klartext der „thermischen Verwertung“ zu übergeben.

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Wie schaffen es die Menschen in der Ukraine, geistig und körperlich durchzuhalten, wenn nächtliche Luftangriffswarnungen ertönen? Wie können sie ihr Leben weiterleben, wenn ein geliebter Mensch an der Front ist? Wie können sie die Hoffnung bewahren, wenn die Friedensverhandlungen die Ukraine nicht als wichtigen Akteur betrachten?

Und nun zu Oselya / Emmaus in Lwiw :


Wie gelingt es ihnen, die Mitglieder der Gruppe angemessen unterzubringen und zu unterstützen? Wie geht Emmaus Lwiw auf die Bedürfnisse schutzbedürftiger Menschen ein, die die Hauptlast des Krieges tragen? Woher nehmen sie die Kraft und die Ressourcen, die sie brauchen, um die Situation zu verbessern?

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All diese Fragen wurden während des Treffens von Emmaus Europa diskutiert, an dem rund 60 Menschen aus rund zehn europäischen Ländern teilnahmen. Natalia und Konstantyn, Gefährten von Emmaus Oselya, erzählten ihre Geschichte des Exils, der Trennung von ihrem Land und ihren familiären Bindungen – genau wie sechs Millionen Ukrainer seit 2022. Sie würdigten gleichzeitig die gegenseitige Unterstützung und Solidarität, die sie in Emmaus/Oselya erfahren haben. Natalia Sanotska, die Direktorin von Oselya und unermüdliche Projektleiterin, wenn es darum geht, die langfristige Zukunft der Aktivitäten der Gemeinschaft zu sichern, erinnerte Emmaus Europa daran, dass die Ukraine von der Orangen Revolution 2004 bis zur Maidan-Revolution 2014 stets ein friedliches Land gewesen sei. Bis zum Vorabend des Konflikts glaubte die ukrainische Gesellschaft an den Frieden. Heute „bringt Putin uns um, und die einzige Lösung, die wir sehen, ist, zu den Waffen zu greifen und Widerstand zu leisten.“ Widerstand ist genau das, was die Gemeinschaft seit vielen Jahren leistet.

Was kann Emmaus/Oselya in Lwiw konkret leisten?

  • Die Zahl der Bewohner der Gemeinschaft hat sich zwischen 2020 und 2023 aufgrund des Krieges und der COVID-Pandemie mehr als verdoppelt – von 15 auf 36.
  • Emmaus Oselya verteilt seit 2020 monatlich Lebensmittel an 400 Menschen
  • Von September 2022 bis Januar 2023, während der heftigsten Bombardierungen des Gebiets um Lwiw, baute und eröffnete die Gruppe eine Unterkunft „für Menschen, die ihr Zuhause verloren haben“ (mit Mitteln des Emmaus Ukraine Fund). Die Unterkunft unterstützt täglich über 100 Obdachlose, die vor allem deshalb obdachlos sind, weil sie aus den Kriegsgebieten fliehen mussten.
  • Seit Beginn des Konflikts bietet die Gruppe Workshops für kriegstraumatisierte Kinder und Erwachsene an. Mit Mitteln von Emmaus Europe und der Fondation pour le Logemens des Défavorisés (ehemals Foundation Abbé Pierre) konnte die Gruppe 2024 die Anzahl der Unterkünfte in ihrer Gemeinschaft erhöhen und den Begleitern bessere Lebensbedingungen bieten.
  • Die Gruppe renovierte 2024/25 ihre Läden und ihre Möbelwerkstatt, um das Know-how der Mitarbeitenden besser zu präsentieren und ihre finanzielle Unabhängigkeit zu stärken.
  • 2025 renovierte die Gruppe eine Sozialwohnung für elf Personen, um ihre Unterkunft zu verbessern.

Die Gruppe schafft all dies täglich dank der Stärke ihrer motivierten Mitglieder und ihrer Hoffnung auf eine bessere Zukunft sowie dank der Unterstützung der europäischen Emmaus-Gruppen. Ein großes Dankeschön an alle, die an dem Treffen teilgenommen und den Geschichten des Exils zugehört haben, sowie an alle, die die Solidarität in der Emmaus-Bewegung lebendig werden lassen.photo_2024-10-14_18-39-45.jpg

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Liebe Freundinnen und Freunde ,

die sich ehrenamtlich und nachhaltig für unser Gemeinwesen einsetzten.

Die Weihnachtszeit möchte ich gerne nutzen, um Euch allen für Eure Arbeit und Euer Engagement zu danken.

Auch wenn wir manchmal nicht wissen, wie es in unseren Gesellschaften, in Europa und auf der Welt weitergehen kann, angesichts von Kriegen, Klimakatastrophen, von über 100 Millionen Menschen auf der Flucht, sollen und dürfen wir unsere Zuversicht und Hoffnung nicht verlieren.

Und dies gerade vor dem Hintergrund der Ereignisse der letzten Wochen.

Da werden wir an einem Mittwoch Morgen mit Trump als neuem Präsidenten der USA wach , von dem alle wissen, dass er ein Krimineller, ein Sexist und Rassist ist, aber er wird mit großer Mehrheit gewählt.

Und wir ahnen, dass Argumente, Besonnenheit und Sachdebatten nicht mehr in Mode zu sein scheinen, gewinnen die Schreihälse der Welt statt dessen immer mehr Oberwasser mit ihren Lügen und Fake-News?

Und abends am gleichen Tag zerlegt sich ein Modell in Deutschland, welches es auch vorher in der 75-jährigen Geschichte der BRD noch nicht gab: eine Dreier-Ampel mit Parteien, von denen wir alle wussten, dass sie eigentlich nicht zusammen passten, es aber trotzdem drei Jahre versucht haben.

Aber spielen wir nicht gerade wirklich mit unseren demokratischen Errungenschaften?

  • Schielen wir nicht manchmal nicht gerne zu den einfachen Lösungen, die uns gewisse Leute und Parteien vorspielen?
  • Suchen wir nicht auch „einen starken Leader“, der uns aus dem Desaster führen soll. Aber das alles hatten wir doch schon mal.
  • Und was passiert, wenn die letzten Koalitionen in unserem Land nur als Zwangsgemeinschaften wahrgenommen werden, die eher verwalten und nicht mehr gestalten und nicht mehr inspirieren.

Und dann kommen eben die Trumps dieser Welt mit ihrem marktschreierischen Getöse und führen ihre Schäfchen aus der Verunsicherung in den großen Rückschritt der Unmündigkeit und letztlich Unfreiheit.

Was wir brauchen:

Die Zuversicht, dass manchmal der Ausgang unserer Bemühungen offen ist, dass unser gemeinsames Haus niemals fertig wird und wir die Zukunft denken sollen.

Nie wird das Haus ein für alle Mal zu Ende gebaut sein, immer wieder müssen wir experimentieren, wie eine faire Gesellschaft von so verschiedenen Menschen aussehen kann.

Und die eigene Trägheit und Feigheit sind die Quellen für unsere verschuldete Unmündigkeit. Ein „ mündiger Bürger“ nach Willy Brandt zu sein, ist anstrengend.

Trägheit und Feigheit sind Ausdruck , dass wir uns für die persönliche Bequemlichkeit entschieden haben. Wer sich im Politischen für die Trägheit entscheidet, verzichtet darauf, an dem Anteil zu nehmen, was die POLIS „ die Stadt angeht“ so der Wortsinn aus dem Griechischen.

Was wir brauchen:

Orte der Begegnung . Wer Polarisierungen etwas entgegensetzen will, muss Orte schaffen, an denen etwas auszutragen ist, wo etwas passiert.Von Angesicht zu Angesicht. Gegen die Trägheit und Feigheit, die sich nur noch ins Digitale traut und sich da austoben will.

Es kann nicht so sein und sich dahin entwickeln, dass unsere Gesellschaft längst zerklüftet ist in viele soziale Welten, und die einander kaum noch Kontakt haben, kaum noch voneinander Notiz nehmen.

Was wir brauchen:

die Überwindung der Denkweise, sich nur noch als Opfer der Verhältnisse zu sehen.

Wir brauchen gute Orte für intakte Strukturen von täglich gelebter Solidarität, von aktiver Verwandlung des Hässlichen ins Ansehnliche.

Und genau das kann und sollte auch unsere Realität zum Beispiel bei Emmaus sein, in unserem Gemeinschaftshaus , in unseren Sozialen Zweckbetrieben,... denn als das werden wir von Emmaus in Köln bei Behörden geführt, und ich hoffe und glaube zu Recht.

Nochmals vielen Dank für Eure Arbeit, denn ohne Ehrenamtliche in Köln gäbe es nicht diese Stadtgesellschaft.

Auf noch weitere Jahre... gemeinsam für Demokratie, Gerechtigkeit und Frieden

Willi Does

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Video von @miatrebies / 21-11-2024



Black Week/ Black Friday in der Second Hand Halle in Köln? Warum nicht!!! 🤩 Denn es muss nicht immer neu geshoppt werden und diese Secondhalle in Köln hat es wirklich in sich! Hier werden alle Secondhand Herzen bedient! 🫶🏼 Ob Bücher, Möbel, Fahrräder oder Dinge aus der eigentlichen Flohmarkthalle- hier ist für jeden was dabei! 😍 Am besten hat mir die Klamotten Auswahl vor Ort gefallen. Dieser Ort ist auf jeden Fall eine 10/10 und somit eine ganz klare Empfehlung für einen Trödelmarkt Besuch! Die Anreise nach Köln lohnt sich auf alle Fälle, schon allein wegen der vielen Hallen sowie andere nahen Markthallen in Köln. 🤌🏻 #trödelmarkt #greenfriday #kleinanzeigen #secondhandfashion #flohmarkt #trödelmarkttipps #köln #zweitehand #vintage #retro #emmaus #möbelhalle
Originalton - Mia

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Emmaus International, Emmaus France und die Foundation Abbé Pierre haben am Mittwoch, 17. Juli 2024 schwere Vergehen von Abbé Pierre öffentlich gemacht.

Emmaus bringt Ereignisse ans Licht, die mit sexuellen Übergriffen oder sexueller Belästigungen durch Abbé Pierre zwischen Ende der 1970er Jahre und 2005 in Zusammenhang stehen könnten. Diese Tatsachen betrafen Mitarbeiter, Freiwillige und Ehrenamtler:innen einiger unserer Mitgliedsorganisationen oder junge Frauen im persönlich - familiären Umfeld von Abbé Pierre.

Emmaus hat die Egaé-Gruppe,ein auf Gewaltprävention spezialisiertes Unternehmen, mit der Durchführung von Zuhör- und Analysearbeiten beauftragt. Diese Arbeit ermöglichte es, Aussagen von sieben Frauen zu sammeln. Eine von ihnen war zum Zeitpunkt der ersten Ereignisse minderjährig.

Den gesammelten Informationen zufolge erlitten mehrere andere Frauen vergleichbare sexuelle Übergriffe, konnten jedoch noch nicht gehört werden. Es wurde ein streng vertrauliches System eingerichtet, um Zeugenaussagen zu sammeln und Unterstützung für Personen zu ermöglichen, die Opfer oder Zeugen eines inakzeptablen Verhaltens seitens Abbé Pierre geworden sind.

Vor einem Jahr erhielt Emmaus France die Aussage einer Frau über einen sexuellen Übergriff von Abbé Pierre. Im Anschluss an dieses Treffen begannen Emmaus International, Emmaus France und die Foundation Abbé-Pierre mit internen Anhörungen, um festzustellen, ob es zu weiteren ähnlichen Ereignissen gekommen sein könnte.

Diese von Caroline De Haas von der Egaé-Gruppe geleitete Arbeit ermöglichte es, die Aussagen von sieben Frauen zu sammeln, die über Verhaltensweisen berichten, die möglicherweise sexuellen Übergriffen oder sexuellen Belästigungen durch Abbé Pierre im oben genannten Zeitraum ähneln. Nach Ansicht der Egaé-Gruppe ist es eventuell möglich, dass noch weitere Menschen betroffen sind.

Emmaus würdigt den Mut der Menschen, die Zeugnis gegeben haben und es dadurch möglich gemacht haben, diese Realitäten ans Licht zu bringen. Wir glauben ihnen, wir wissen, dass diese unerträglichen Taten ihre Spuren hinterlassen haben und wir stehen an ihrer Seite.

Diese Enthüllungen erschüttern unsere Strukturen überall dort wo Emmaus aktiv ist, denn die Persönlichkeit von Abbé Pierre nahm und nimmt einen wichtigen Platz ein. Jeder von uns kennt seine Geschichte und seine Botschaft.

Diese Taten verändern allerdings tiefgreifend die Art und Weise, wie wir einen Mann betrachten, der vor allem für seinen Kampf gegen Armut, Elend und Ausgrenzung bekannt ist.

In einer Zeit, in der sozial-politische Schieflagen in unseren Gesellschaften und die Notwendigkeit besonders deutlich zu spüren sind, die am stärksten gefährdeten Menschen zu schützen, bleiben die täglichen Einsätze aller Mitarbeiter, Begleiter und Freiwilligen von Emmaus unverzichtbar.

Solidarität, gegenseitige Hilfe und die bedingungslose Aufnahme der Bedürftigsten sind und bleiben unsere Aufgaben.

Emmaus bekämpft alle Formen von Gewalt und möchte inakzeptable Taten einer Person klar benennen, die in ihrer Geschichte eine wichtige Rolle gespielt hat. Emmaus ist es den Opfern schuldig. Das ist Emmaus auch allen schuldig, die seit mehr als 70 Jahren täglich die Emmaus-Aktionen umsetzen. Emmaus teilt ihren Schmerz und ihre Wut, aber auch ihre Entschlossenheit, jeden Tag weiter daran zu arbeiten, eine gerechtere und gewaltfreie Welt aufzubauen.

Vor einigen Tagen hat Emmaus International, Emmaus France und die Foundation Abbé Pierre ein System in Frankreich eingerichtet, um streng vertraulich Zeugenaussagen zu sammeln, und das sich an Personen richtet, die Opfer oder Zeugen eines inakzeptablen Verhaltens seitens Abbé Pierre geworden sind.

Emmaus Krefeld, Anstoss eV/Krefeld, Emmaus Sonsbeck, Emmaus Bergisch-Gladbach, Emmaus in Köln

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Lese Sie dazu auch:
"Dokumentarfilmserienprojekt zu den sexuellen Übergriffen von Abbé Pierre in Arbeit"
#^ https://emmaus-koeln.de/articles/info/228ca7f4-590f-45be-9458-433d5286e876

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Liebe Freundinnen und Freunde,

zum Ende des Jahres 2022 erlaube ich mir, Ihnen/ Euch allen für Euren/ Ihren vielfältigen Einsatz bei Emmaus zu danken.

Immer wieder ist für mich verwunderlich und erstaunlich, dass die eigentümliche Mischung aus Gemeinschaftern von Emmaus mit ihren manchmal gravierenden Lebensunfällen und den ehrenamtlichen Mitarbeitern und Förderern, die ganz konkret ihre Arbeit zusammen machen, immer wieder funktioniert.

Auch bei uns in Köln sind vielfältige soziale Aktivitäten immer in Verbindung mit der Gemeinschaft organisiert. So bilden die Freunde im Trägerverein wie die aus dem Umfeld, zusammen mit den Gemeinschaftern vielfältig wechselnde Teams z.B.in der Mitarbeit im Verkauf an der Geestemünderstr., im Laden in Nippes, in der „Mobilen Suppenküche Appellhofplatz“.

Aber auch das müssen wir bedenken:

In diesem Jahr sind wir einmal mehr angesprochen, uns um den Zustand unserer Erde wirklich Gedanken und Sorgen zu machen, nach Hitzesommern, Dürren, Überflutungen aber auch wegen des unsäglichen und unerträglichen Leids von Menschen in Konfliktsituationen in Jemen, Ukraine , im Nahen Osten, und auch an den verbretterten Grenzzäunen Europas.

Trotz alledem: Lasst uns gemeinsam den Frieden suchen und uns für den Frieden einsetzen : in unseren Familien, in unseren Gemeinschaften und Nachbarschaften, in unseren Städten und Ländern. Es muss möglich sein, unser Verhalten zu ändern: um den Planeten und uns zu schützen um den Frieden zu sichern.

Auf weiterhin gute und gedeihliche Zusammenarbeit und nochmals vielen Dank.

Köln, Advent 2022

Willi Does