{"type":"rich","html":"<div style=\"width: 640; height: 426; font-family: sans-serif,arial,freesans;\" ><div id=\"shared_container_222423772\" class=\"shared_container\"><div id=\"shared_header_222423772\" class=\"shared_header\"><a href=\"https:\/\/emmaus-koeln.de\/channel\/info\"><img src=\"https:\/\/emmaus-koeln.de\/photo\/profile\/s\/4\" alt=\"Emmaus K\u00f6ln\" height=\"32\" width=\"32\" loading=\"lazy\" \/><\/a><span><a href=\"https:\/\/emmaus-koeln.de\/channel\/info\">Emmaus K\u00f6ln<\/a>  wrote the following  <a href=\"https:\/\/emmaus-koeln.de\/display\/d6ea40c5-6d18-4179-8907-1ed960dd1af3\">post <\/a><span class=\"autotime\" title=\"2024-12-15T16:25:39+01:00\">Sun, 15 Dec 2024 16:25:39 +0100<\/span><\/span><\/div><div id=\"reshared-content-222423772\" class=\"reshared-content\"><strong>Weihnachten 2024<\/strong><br \/>Liebe Freundinnen und Freunde ,<br \/><br \/>die sich ehrenamtlich und nachhaltig f\u00fcr unser Gemeinwesen einsetzten.<br \/><br \/><strong>Die Weihnachtszeit m\u00f6chte ich gerne nutzen, um Euch allen f\u00fcr Eure Arbeit und Euer Engagement zu danken.<\/strong><br \/><br \/>Auch wenn wir manchmal nicht wissen, wie es in unseren Gesellschaften, in Europa und auf der Welt weitergehen kann, angesichts von Kriegen, Klimakatastrophen, von \u00fcber 100 Millionen Menschen auf der Flucht, sollen und d\u00fcrfen wir unsere Zuversicht und Hoffnung nicht verlieren.<br \/><br \/>Und dies gerade vor dem Hintergrund der Ereignisse der letzten Wochen.<br \/><br \/>Da werden wir an einem <strong>Mittwoch Morgen mit Trump<\/strong> als neuem Pr\u00e4sidenten der USA wach , von dem alle wissen, dass er ein Krimineller, ein Sexist und Rassist ist, aber er wird mit gro\u00dfer Mehrheit gew\u00e4hlt.<br \/><br \/>Und wir ahnen, dass Argumente, Besonnenheit und Sachdebatten nicht mehr in Mode zu sein scheinen, gewinnen die Schreih\u00e4lse der Welt statt dessen immer mehr Oberwasser mit ihren L\u00fcgen und Fake-News?<br \/><br \/><strong>Und abends am gleichen Tag<\/strong> zerlegt sich ein Modell in Deutschland, welches es auch vorher in der 75-j\u00e4hrigen Geschichte der BRD noch nicht gab: eine Dreier-Ampel mit Parteien, von denen wir alle wussten, dass sie eigentlich nicht zusammen passten, es aber trotzdem drei Jahre versucht haben.<br \/><br \/>Aber spielen wir nicht gerade wirklich mit unseren demokratischen Errungenschaften?<br \/><br \/><ul class=\"listbullet\"><li>Schielen wir nicht manchmal nicht gerne zu den einfachen L\u00f6sungen, die uns gewisse Leute und Parteien vorspielen?<\/li><li>Suchen wir nicht auch \u201eeinen starken Leader\u201c, der uns aus dem Desaster f\u00fchren soll. Aber das alles hatten wir doch schon mal.<\/li><li>Und was passiert, wenn die letzten Koalitionen in unserem Land nur als <strong>Zwangsgemeinschaften<\/strong> wahrgenommen werden, die eher verwalten und nicht mehr gestalten und nicht mehr inspirieren.<\/li><\/ul><br \/>Und dann kommen eben die Trumps dieser Welt mit ihrem marktschreierischen Get\u00f6se und f\u00fchren ihre Sch\u00e4fchen aus der Verunsicherung in den gro\u00dfen R\u00fcckschritt der Unm\u00fcndigkeit und letztlich Unfreiheit.<br \/><br \/><strong>Was wir brauchen:<\/strong><br \/><br \/><strong>Die Zuversicht,<\/strong> dass manchmal der Ausgang unserer Bem\u00fchungen offen ist, dass unser gemeinsames Haus niemals fertig wird und wir die Zukunft denken sollen.<br \/><br \/>Nie wird das Haus ein f\u00fcr alle Mal zu Ende gebaut sein, immer wieder m\u00fcssen wir experimentieren, wie eine faire Gesellschaft von so verschiedenen Menschen aussehen kann.<br \/><br \/>Und die eigene Tr\u00e4gheit und Feigheit sind die Quellen f\u00fcr unsere verschuldete Unm\u00fcndigkeit. Ein \u201e m\u00fcndiger B\u00fcrger\u201c nach Willy Brandt zu sein, ist anstrengend.<br \/><br \/>Tr\u00e4gheit und Feigheit sind Ausdruck , dass wir uns f\u00fcr die pers\u00f6nliche Bequemlichkeit entschieden haben. Wer sich im Politischen f\u00fcr die Tr\u00e4gheit entscheidet, verzichtet darauf, an dem Anteil zu nehmen, was die POLIS \u201e die Stadt angeht\u201c so der Wortsinn aus dem Griechischen.<br \/><br \/><strong>Was wir brauchen:<\/strong><br \/><br \/>Orte der Begegnung . Wer Polarisierungen etwas entgegensetzen will, muss Orte schaffen, an denen etwas auszutragen ist, wo etwas passiert.Von Angesicht zu Angesicht. Gegen die Tr\u00e4gheit und Feigheit, die sich nur noch ins Digitale traut und sich da austoben will.<br \/><br \/>Es kann nicht so sein und sich dahin entwickeln, dass unsere Gesellschaft l\u00e4ngst zerkl\u00fcftet ist in viele soziale Welten, und die einander kaum noch Kontakt haben, kaum noch voneinander Notiz nehmen.<br \/><br \/><strong>Was wir brauchen:<\/strong><br \/><br \/>die \u00dcberwindung der Denkweise, sich nur noch als Opfer der Verh\u00e4ltnisse zu sehen.<br \/><br \/>Wir brauchen gute Orte f\u00fcr intakte Strukturen von t\u00e4glich gelebter Solidarit\u00e4t, von aktiver Verwandlung des H\u00e4sslichen ins Ansehnliche.<br \/><br \/>Und genau das kann und sollte auch unsere Realit\u00e4t zum Beispiel bei Emmaus sein, in unserem Gemeinschaftshaus , in unseren <strong>Sozialen Zweckbetrieben<\/strong>,... denn als das werden wir von Emmaus in K\u00f6ln bei Beh\u00f6rden gef\u00fchrt, und ich hoffe und glaube <strong>zu Recht<\/strong>.<br \/><br \/>Nochmals vielen Dank f\u00fcr Eure Arbeit, denn ohne Ehrenamtliche in K\u00f6ln g\u00e4be es nicht diese Stadtgesellschaft.<br \/><br \/>Auf noch weitere Jahre... <strong>gemeinsam f\u00fcr Demokratie, Gerechtigkeit und Frieden<\/strong><br \/><br \/>Willi Does<\/div><\/div><br \/><\/div>","width":640,"height":426}