{"type":"rich","html":"<div style=\"width: 640; height: 426; font-family: sans-serif,arial,freesans;\" ><div id=\"shared_container_1868740903\" class=\"shared_container\"><div id=\"shared_header_1868740903\" class=\"shared_header\"><a href=\"https:\/\/emmaus-koeln.de\/channel\/info\"><img src=\"https:\/\/emmaus-koeln.de\/photo\/profile\/s\/4\" alt=\"Emmaus K\u00f6ln\" height=\"32\" width=\"32\" loading=\"lazy\" \/><\/a><span><a href=\"https:\/\/emmaus-koeln.de\/channel\/info\">Emmaus K\u00f6ln<\/a>  wrote the following  <a href=\"https:\/\/emmaus-koeln.de\/display\/238a2b46-3c77-47df-ae98-ff1f5b39b6f4\">post <\/a><span class=\"autotime\" title=\"2002-11-15T01:00:00+01:00\">Fri, 15 Nov 2002 01:00:00 +0100<\/span><\/span><\/div><div id=\"reshared-content-1868740903\" class=\"reshared-content\"><strong>Erkl\u00e4rung von Suppenk\u00fcchen und Tagestreffs in Nordrhein-Westfalen<\/strong><br \/>&quot;Die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar.&quot;<br \/>(Artikel 1 des Grundgesetzes f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland)<br \/><br \/>Unser Land ist von allgemeinem Wohlstand gepr\u00e4gt. Nach dem Grundgesetz sollen allen Menschen die gleichen Chancen und Rechte zustehen. Die gesellschaftliche Realit\u00e4t sieht jedoch oft anders aus. In besonderen Lebenslagen deckt der Staat f\u00fcr seine B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger eine gewisse Grundversorgung ab. Trotz dieser M\u00f6glichkeiten begegnen wir in unseren Innenst\u00e4dten Bettlern, Alkohol-kranken, Drogenabh\u00e4ngigen und Wohnungslosen.<br \/><br \/>Aufgrund gesellschaftlicher Strukturen und aus unterschiedlichen Motiven werden Menschen zu Bittstellerinnen und Bittstellern gemacht. Der Anblick von Armut und Elend in der \u00d6ffentlichkeit bewirkt vielfach Unbehagen und Ablehnung in uns. Die Konfrontation mit dem Elend in der \u00d6ffentlichkeit kann jedoch den Blick sch\u00e4rfen f\u00fcr das zunehmend k\u00e4ltere soziale Klima in unserer Gesellschaft.<br \/><br \/>Wir haben oft kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wie Menschen in diese Situation geraten konnten. Der Abstieg in die nicht sichtbare Armut oder auf die &quot;Platte&quot; kann jeden von uns treffen. Die Ursachen f\u00fcr die Notlagen dieser Menschen sind sehr unterschiedlich:<br \/><br \/>Vernachl\u00e4ssigung in der Kindheit \/ Jugend,<br \/>Sexueller Missbrauch,<br \/>Arbeitslosigkeit,<br \/>Famili\u00e4rer Verlust,<br \/>Sucht ...<br \/><br \/>Menschen die den Halt verlieren und in die Armut und Wohnungslosigkeit geraten, d\u00fcrfen nicht sozial ge\u00e4chtet und aus dem \u00f6ffentlichen Bild verbannt werden. Sie werden nicht B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger 2. Klasse, sondern behalten uneingeschr\u00e4nkte Rechte.<br \/><br \/>In schweren Lebenssituationen wird h\u00e4ufig zur legalen Droge &quot;Alkohol&quot; oder auch zu illegalen Drogen gegriffen. In der \u00d6ffentlichkeit l\u00f6st die Konfrontation mit alkoholisierten Menschen \u00c4ngste und \u00c4rgernis aus. Bezogen auf die \u00f6ffentliche Ordnung darf es jedoch keine abgestuften B\u00fcrgerrechte f\u00fcr sozial gesicherte und sozial ungesicherte Suchtkranke geben. Exzessiver Alkoholkonsum in touristischen Altstadtvierteln oder auf Volksfesten ist ebenso bedenklich wie in einer Parkbankrunde von Wohnungslosen.<br \/><br \/>In den gro\u00dfen St\u00e4dten von NRW gibt es viele Beispiele von Vertreibung &quot;unangenehmer&quot; B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.<br \/><br \/>Gegen diese Art von &quot;Reinigung&quot; der Innenst\u00e4dte wenden wir uns entschieden und schlagen zum Beispiel einen &quot;Runden Tisch&quot; mit Betroffenen und kompetenten Fachleuten aller Sozialpartner vor. So ist es wichtig, den sozial ungesicherten und deklassierten Menschen nicht auf seine Lebensart und Krankheit zu reduzieren.<br \/><br \/>Zuerst gilt es, in ihm den Wert und die W\u00fcrde eines jeden Menschen wahr zu nehmen. Vertreibung, K\u00fcrzung von Sozialhilfe, unzumutbare Notunterk\u00fcnfte k\u00f6nnen keine ernst zu nehmenden Mittel sein, gef\u00e4hrdete Menschen zu einer Neuorientierung zu motivieren.<br \/><br \/>Die Suppenk\u00fcchen und Tagestreffpunkte helfen Menschen in schweren, scheinbar ausweglosen Lebenssituationen. Hier bekommen Wohnungslose nicht nur Essen, Kleidung oder medizinische Versorgung, sondern fassen auch neuen Mut<br \/><br \/>Sie erleben, dass sie in ihrer Menschenw\u00fcrde wahrgenommen werden, dass sich andere mit ihnen f\u00fcr eine gerechtere Welt einsetzen. In diesem Sinne verstehen wir Initiativen uns als &quot;Stachel im Fleisch&quot; der Gesellschaft. Wir wollen nicht zulassen, dass immer noch Menschen in Not kein Dach \u00fcber dem Kopf haben, dass in unseren Innenst\u00e4dten kein Platz ist f\u00fcr die Gesichter der Armut.<br \/><br \/>(In Anlehnung an die D\u00fcsseldorfer Proklamation `99)<br \/><br \/>Interessieren Sie sich f\u00fcr unsere Arbeit oder m\u00f6chten Sie eine Organisation kennen lernen? Gerne k\u00f6nnen Sie eine in Ihrer N\u00e4he liegende aufsuchen und sich \u00fcber diese Arbeit informieren. Wir freuen uns \u00fcber Ihren Besuch!<br \/><br \/>Unterlage bei:<br \/><br \/>K. Knoll, Eckernkamp 20, 33609 BI,<br \/>Fon: 0521-329 85 90 0521-329 85 90<br \/>Erkl\u00e4rung_NRW_03.doc 02\/03<br \/><br \/>1) Herforder Mittagstisch, Wilhelms-platz 4, 32052 Herford, 05221-53136 05221-53136<br \/><br \/>2) City Center Diakonisches Werk Minden, Br\u00fchlstr. 13, 32423 Minden, 0571-829 4289 0571-829 4289<br \/><br \/>3) G\u00fctersloher Suppenk\u00fcche, Hausan-schrift: Kirchstr. 10 a, 33330 G\u00fctersloh, 05241-300045 05241-300045 ; Postanschrift: Eduard-Springer-Str, 10, G\u00fctersloh 33330<br \/><br \/>4) Bielefelder Tisch, Heeperstr. 121 a, 33607 Bielefeld, 0521-330872 0521-330872 ; www.bielefelder-tisch.de<br \/><br \/>5) Altstadt - Armenk\u00fcche D\u00fcsseldorf, Bergplatz 3, 40213 D\u00fcsseldorf, 0211-32 377 80 0211-32 377 80<br \/><br \/>6) Gasthaus statt Bank, Rheinische Str. 22, 44137Dordmund, 0231-14 09 36 0231-14 09 36<br \/><br \/>7) KANA Dortmunder Suppenk\u00fcche e.V., Mallinckrodtstr. 114, 44145 Dordmund, 0231-83 98 53 0231-83 98 53<br \/><br \/>8) emmaus Gemeinschaft Krefeld e.V., Peter-Lauten-Str. 19, 47803 Krefeld, 02151-39 67 95 02151-39 67 95<br \/><br \/>9) Verein O.F.W e.V, Postfach 10424, 50444 K\u00f6ln, 0221-521 001 0221-521 001<br \/><br \/>10) emmaus Gemeinschaft K\u00f6ln e.V., Geestem\u00fcnder Str. 42, 50735 K\u00f6ln, 0221-971 1731 0221-971 1731<br \/><br \/>11) Caritasverband f\u00fcr die Stadt Hamm e.V., Franziskanerstr. 3, 59065 Hamm 02381-144-0 02381-144-0<br \/><br \/>&quot;Dann wird der K\u00f6nig denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt f\u00fcr euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gef\u00e4ngnis, und ihr seid zu mit gekommen.<br \/><br \/>Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gef\u00e4ngnis gesehen und sind zu dir gekommen?<br \/><br \/>Darauf wird der K\u00f6nig ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr f\u00fcr einen meiner geringsten Br\u00fcder getan habt, das habt ihr mir getan.&quot;<br \/><br \/>(Matth\u00e4us 25:34-40)<\/div><\/div><br \/><\/div>","width":640,"height":426}